Geschichten, Texte & Persönliches

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Der Weg ins Self-Publishing: Was man so lernt

Lesezeit: 2 Min.

Kürzlich berichtete ich an dieser Stelle je bereits über meine frisch aufgekeimte Romanze mit dem Self Publishing via KDP. Als Testballon diente mir eine Kurzgeschichte namens „Queros Geschenk„, die schon seit längerer Zeit unveröffentlicht auf meiner Festplatte schlummerte. Hier nun ein kurzer Gedanken-Blob zu meinen ersten Erfahrungen.

1) Das wichtigste zuerst: Die Geschichte verkauft sich. Nicht übermäßig, das war bei dem Minimum an Marketing, das ich betrieben habe, auch nicht zu erwarten. Aber sie wird, auch über kindle Select, immerhin oft genug gelesen, dass ich bald auf erste Rezensionen hoffen darf. Von einer „Stützrezi“, die eine Bekannte hinterlassen hat, weiß ich bereits. Mal sehen, wie lange Amazon braucht um diese zu veröffentlichen.

2) Diese gelernte Lektion ist eigentlich nichts Neues: Korrektorat und Lektorat immer extern durchführen lassen. Ich kenne mindestens eine Self-Publisherin, die in diesem Punkt vehement mit mir streiten würde, aber ein zweites Paar Augen ist immer sinnvoll. Einige ziemlich üble Tippfehler sind mir durchgeflutscht, ein paar Satzbaufehler auch. War mir im ersten Moment egal, da ich ja nur die Vorgehensweise und den Workflow bei KDP hatte testen wollen (der wirklich kinderleicht ist). Im Nachhinein stört es mich aber doch. Immerhin steht ja mein Name drüber. Und ein Buchstabe zuviel gleich im ersten Satz schreckt sicher so manchen potentiellen Käufer ab.

3) Dieser Punkt ärgert mich fast am meisten, weil ich als alter Onliner eigentlich von alleine hätte drauf kommen müssen: Impressum und Disclaimer fehlten völlig. So gab es auch keine Quellenangabe für das Titelbild. Doof!

Das schöne an KDP ist aber, dass ein Update nur wenige Mausklicks bedeutet. Also zurück in Scrivener, Fehler korrigiert, neu als ePub exportiert und noch einmal hochgeladen. In wenigen Stunden wird die Aktualisierung, diesmal mit Impressum, bei Amazon erscheinen – und hoffentlich nochmal Leser generieren. Die letzte Änderung am Text wird das aber vermutlich nicht gewesen sein. Und beim nächsten, dann vermutlich etwas größeren Self Publishing-Projekt, werde ich auf zumindest diese Fallstricke vorbereitet sein.

Mein Fazit vom BuCon 2015

Lesezeit: 3 Min.

2014 glaubte ich, als frisch gestarteter Jungautor das Networking auf ein neues Level heben und zur Buchmesse fahren zu müssen. Es stellte sich als die unsinnigste Entscheidung meines Lebens heraus.

Zwar traf ich vor Ort auf alte Bekannte wie Klaus Bollhöfener oder die Autorenkollegen Christian Montillion und Rainer Wekwerth, mit denen ich jeweils ein paar wenige Worte wechseln konnte, aber davon abgesehen blieb es eine fruchtlose Übung: Stundenlang stapfte ich einsam durch mit Menschen vollgepfropfte Hallen und an einer endlosen Menagerie von Ständen vorbei, stopfte mir die Taschen mit Prospekten und die Atemwege mit Grippeviren voll. Eine reine Verkaufsveranstaltung eben, wie feststellte, nur für die Verlage und die Buchindustrie, und für einen Jungautoren wie mich gänzlich vergeudete Zeit. Für mein zukünftiges Ich wird dies eines Tages zu jenen Weisheiten gehören, die ich, altersweise und von den Jahren gebeugt, der nächsten Generation von Nachwuchsautoren mit auf den Weg werde geben können: Scheiß auf die Buchmesse!

Damals schon musste ich mir von anderen die Frage gefallen lassen, was mich zum Besuch der Messe bewogen hat, anstatt auf den Buchmesse-Con zu gehen. Aber erst als Kollege Dirk van den Boom mir den Besuch dort quasi befohlen hat, ließ ich mich 2015 dazu hinreißen. Gemeinsam mit Sabine Osman und Spaceship Saar-Partizipant Mark Schmitt brach ich also auf nach Dreieich, um das Networking – einmal mehr – auf ein neues Level zu heben.

Der Buchmesse-Con ist anders als diejenigen, die ich bisher besucht hatte. Zum einen ist da die Besucherschaft, die erheblich jünger ist als ich es erwartet hatte (das Fantasy-Publikum drückt den Altersschnitt erheblich), und dann die Atmosphäre, die ich als weniger familiär, dafür eher ‚offiziell‘ empfand – letzteres mag aber meinem subjektiven Eindruck geschuldet sein. Den Rest kannte ich aus Köln und Garching: Stände von (größtenteils) Kleinverlagen und Self-Publishern, die ihre Werke an den Mann bzw. die Frau bringen wollen, und jede Menge Panels.

Fanboy-Selfie mit Bernd Perplies alias Wes Andrews

Fanboy-Selfie mit Bernd Perplies alias Wes Andrews

Davon gesehen habe ich lediglich das von Wes Andrews aka Bernd Perplies, der Szenen aus seinem aktuellsten Werk „Frontiersmen“ zum Besten gab, und das der PERRY RHODAN-Redaktion, die den neuen, im Cross Cult-Verlag erschienen Rhodan-Comic vorstellte. Ein Heft im übrigen, das ich mir definitiv zu Gemüte führen werde.

Mein Hauptanliegen beim Con war aber wie gesagt das Networking. Und diesmal kam ich auf meine Kosten: Nicht nur unterhielt ich mich einmal mehr sehr nett mit alten Bekannten, wie beispielsweise auch diesmal Klaus Bollhöfener. Außerdem lief ich vielen (mir bislang nur via E-Mail oder Facebook bekannten) Kollegen und Gesichtern über den Weg – der neue Deutsche Phantastik-Preisträger Bernd Perplies war darunter ebenso wie REN DHARK-Autor Achim Mehnert oder PERRY RHODAN-Chefredakteur Klaus N. Frick, bei dem ich mich endlich für seine positive Rezension meines FanEdition-Romans „Mein Freund Perry“ bedanken konnte. Für ein längeres Gespräch fehlte leider die Zeit – auf sein Angebot, dies bei Gelegenheit nachzuholen, würde der „junge Mann im ‚Flash‘-T-Shirt“ aber gern zurück kommen. Mir war es jedenfalls ein Fest!

"Historische" Begegnung: Wilfried A. Hary und ich.

"Historische" Begegnung: Wilfried A. Hary und ich.

Die Begegnung, die mir insgeheim jedoch den meisten Spaß bereitet hat, war jene die sich im Vorfeld bereits als ‚historisches Treffen‘ angedeutet hatte: Nämlich die mit Ex-Atlan-Autor und Nachnamensvetter Wilfried A. Hary. Auch wenn wir gelegentlich schon verdächtigt worden waren, Vater und Sohn zu sein, sind wir tatsächlich weder verwandt noch verschwägert und haben es bis Dato trotz großer Nähe unserer Wohnorte nie geschafft, uns einmal über den Weg zu laufen. Jetzt holten wir das nach, verstanden uns prächtig und ich hoffe, dass es nicht die letzte Begegnung war.

Zu guter letzt gründete ich gemeinsam mit PERRY RHODAN-Jahrbuch-Mitautor Andreas Schweitzer noch spontan den erlesensten, exklusivsten und gehaltvollsten Schriftstellerzirkel in der Geschichte des Universums: Die Saarländischen Phantastik-Schreiber (SaarPhanSchrei) zählen jetzt schon unglaubliche sechs (!) Mitglieder, deren erklärtes Ziel es ist, sich auf jedem bietenden Con lautstark zum Gruppenfoto zu versammeln. Wir hoffen, so die Umstehenden zu irritierten, mimischen Entgleisungen verleiten zu können.

Mein Fazit: Es hat sich gelohnt. Ich habe viele neue Kontakte knüpfen und alte vertiefen können, und ich bin mir jetzt schon sicher dass ich den Con im nächsten Jahr wieder besuchen werde. Dann vielleicht sogar wieder mit einem kleinen Buchmesse-Besuch verknüpft – wer weiß?

Mein Name im „Science Fiction Jahr 2015“

Lesezeit: 1

Ein kleines unverfängliches Hobby, dem viele Hobbyegomanen wie ich fröhnen, ist das berüchtigte Sich-selbst-Googeln. Das ist etwas, was ich zugegebener maßen gerne tue. Und zwar nicht nur, weil ich mich selbst so toll finde, sondern auch um zu prüfen wie meine Werke und meine Texte von meinen Lesern aufgenommen werden: Hat jemand eine neue Rezension zu einem meiner Romane verfasst? Wurde ich irgendwo erwähnt, oder hat mich gar jemand irgendwo verlinkt?

Da meine liebe Autorenkollegin Sabine Osman mich kürzlich auf dem Weg zum BuCon indirekt ermutigt hatte, einmal einen Testlauf mit KDP zu starten – meine Kurzgeschichte „Queros Geschenk“ ist seit 17.10.2015 bei Amazon als eBook erhältlich – beschränkte sich diese Form des kognitiven Auto-Erotismus am vergangenen Wochenende nicht nur auf Google, sondern erstreckte sich auf auf die Homepage des Online-Versandhändlers Amazon. Dabei stieß ich auf etwas merkwürdiges: „Das Science Fiction Jahr 2015“ von den Herausgebern Sascha Mamczak und Hannes Riffen tauchte in den Suchergebnissen auf.

Wie jetzt? Mein Alias, in einem der bekanntesten Nachschlagewerke zum Thema phantastische Literatur im deutschsprachigen Raum? Natürlich wurde ich sofort neugierig, wälzte den Band, und siehe da: ziemlich am Ende, in einer Rubrik namens „Bibliografie“, steht tatsächlich mein Name. Zugegeben, ich bin eine Randnotiz – der Roman „Mein Freund Perry“ wird in einer Gesamtübersicht der im Jahr 2014 erschienen SF-Romane gelistet – dennoch empfinde ich das als Anerkennung. „Das Science Fiction Jahr“ ist eine renommierte Publikation, nicht zuletzt wurde es jahrelang vom leider kürzlich verstorbenen ehemaligen Heyne-SF-Cheflektor Wolfgang Jeschke herausgegeben. Mich zwischen anderen, wesentlich bekannteren Kollegen wieder zu finden, ist eine Genugtuung für mich. Danke an Christian Free, von dem diese Auflistung stammt.

Das Buch gibt es hier zu bestellen.

„Queros Geschenk“ – Kurzgeschichte steht jetzt als eBook zum Download bereit

Lesezeit: 1

Asteroid 78652 Quero ist Rauls letzte Chance: Vom Rest seines Geldes hat der Prospektor sich die Reise zum Asteroidengürtel finanziert – entweder findet er hier endlich die auf der Erde so dringend benötigten Rohstoffe, oder ihn erwartet ein Tod in Armut und Einsamkeit. Tatsächlich wird er fündig – doch dann macht er eine Entdeckung, die ihn vor die schwerste Probe seines Lebens stellt …

„Queros Geschenk“ ist eine Kurzgeschichte, die ich 2014 für einen Wettbewerb schrieb, bei dem sie aber letzten Endes keine Beachtung fand. Das fand ich schade – denn ich glaube, dass es eine wirklich schöne Geschichte ist, und ich wollte sie meinen Lesern nicht vorenthalten.

Hier ist sie also nun: In leicht überarbeiteter Form stelle ich sie als eBook zur Verfügung. Für nur 0,99 € gibt es sie zum Download auf Amazon und via Kindle Direct. Viel Spaß!

  • Queros Geschenk
    (Kurzgeschichte, 2015)
    Verlag: kollmaniac
    ASINB016TO0BZ4
    Veröffentlichungsdatum: 18.10.2015

Zurück auf der BASIS – DORGON 20 ist online

Lesezeit: 1

Schon bei Band 19 der DORGON-Reihe sprang ich kurzfristig ein, da Jürgen Freier leider aus gesundheitlichen Gründen aussetzen musste. Nun ist auch der Nachfolgeband erschienen, den ich wieder in Vertretung schrieb – diesmal für Aki Nofftz.

Erhältlich ist „Casino BASIS“ in rein digitaler Form (eBook, PDF, HTML etc.) auf der Homepage des PROC. Der Download ist wie immer gratis.

Hier geht’s zum Download.

Mein erster Doppelroman

Lesezeit: 2 Min.

Als Nils Hirseland mich vergangenes Jahr fragte, ob ich nicht Lust hätte einen Roman für seine DORGON-Serie zu schreiben, war ich sofort Feuer und Flamme. Nicht nur, dass die Fan-Reihe im selben Kosmos spielt wie meine seit früher Kindheit geliebte PERRY RHODAN-Serie und auch teilweise mit den selben Figuren arbeitet, so wie ich es ja schon von meinem ersten veröffentlichten Roman „Mein Freund Perry“ kannte. Für mich war es außerdem eine Möglichkeit, mich als Autor zu beweisen: Ja, ich kann Romane nach Exposés von anderen schreiben. Ja, ich kann 160 000 Anschläge in zwei Wochen schreiben. (Mit Ein- und Überarbeitung waren es allerdings anderthalb Monate. Das Brötchenverdienen hält mich leider ab und an vom Schreiben ab.)

Kurz: DORGON 19 war für mich ein Mittelding aus Fingerübung und Ego-Boost. Den Band zu schreiben hat mir großen Spaß gemacht.

Nachdem sich herauskristallisierte dass meine Autorenkollegin Aki Nofftz aus Zeitgründen den eigentlich für sie bestimmten Band 20 leider nicht schreiben kann, trat Nils wieder an mich heran, den Autor des Vorgängerbandes. So wurde DORGON 20 zu meinem ersten „Doppelroman“, wie es im Dunstkreis der PERRY RHODAN-Serie genannt wird. Etwas, wofür ich mich durchaus geehrt fühle.

Für mich persönlich ist die Rückkehr zu DORGON nicht nur eine willkommene Abwechslung zur Arbeit an meinen eigenen Romanen, die in den nächsten Tagen und Wochen dafür etwas in den Hintergrund treten muss. Ich mag diesen fannischen Kosmos, der mit dem Perryversum zwar identisch ist und trotzdem etwas ganz eigenes, davon losgelöstes darstellt. Man merkt Nils‘ Plot einfach an, dass in seiner Brust ein Fanboy-Herz schlägt. Da ist viel, viel PERRY RHODAN in seinen Geschichten, aber wer will kann hier und da auch einen Funken STAR WARS entdecken (sein Cauthon Despair hat unverkennbar Anleihen bei Anakin Skywalker genommen), oder einen Klecks Babylon 5. Es ist diese Mischung, die die Serie zu etwas besonderem macht.

Wenn Band 20 erscheint, wird es mein zweiter Eintrag für die DORGON-Serie sein. Vermutlich Mitte/Ende Mai wird es so weit sein. Ich freue mich darauf.

Noch eine Rezi

Lesezeit: 1

Auch ein lieber Bekannter von mir hat „Mein Freund Perry“ rezensiert, nämlich Andreas Schweitzer, im Fandom dem ein oder anderen sicher bekannt als einer der Macher der „Perry Rhodan Jahrbücher“, die vom SFCU heraus gegeben werden.
Andreas betreibt mit seinem „Häxler“ nebenher ein Internetportal für Rezensionen aller Art, und im Rahmen dieser Seite hat er nun meinen ersten veröffentlichten Roman besprochen. Sein Urteil ist sehr schmeichelhaft und ermutigend.

Hier geht’s zur Rezension.